Zugversuch klärt auf: War die Rohrleitung zu alt?

Eine Rohrleitung aus PVC war gebrochen

In einem Industriebetrieb war es nach Wartungsarbeiten zu einem Bruch einer aus PVC bestehenden Wasserleitung gekommen. Diese Wasserleitung war mit PN10 spezifiziert, war also ausgelegt für einen Druck von 10 bar. Da der Betriebsdruck nur bei 3 bar lag, vermutete man eine fortgeschrittene Alterung der Rohrleitung, so dass diese dem Betriebsdruck nicht mehr Stand gehalten haben soll.

Das war für die Gutachter des Sachverständigenbüros Dr. Hövelmann & Rinsche nicht glaubhaft

Nachdem die Situation vor Ort aufgeschlüsselt worden war, war die angebliche Schadensursache für die Gutachter des Sachverständigenbüros Dr. Hövelmann & Rinsche nicht recht glaubhaft und zu schnell geschossen. Aus diesem Grund wurde ein Stück aus der Rohrleitung entnommen und näher untersucht. Aus dem Rohrstück wurden Prüfkörper angefertigt. Und diese Prüfkörper wurden jeweils einem Zugversuch ausgesetzt.

Der Zugversuch: eine Prüfmethode aus der Werkstoffkunde

Bei einem Zugversuch – eine aus der Werkstoffkunde bekannte Prüfmethode – werden die zu untersuchenden Prüfkörper in eine Zugprüfmaschine eingespannt. Hiernach zieht die Maschine die jeweilige Probe gleichmäßig auseinander. Dabei werden Kraft und Längenänderung kontinuierlich gemessen. Der Versuch endet mit dem Bruch der Probe. Als Kenngröße erhält man u.a. die Zugfestigkeit, die die maximale Spannung vor dem Bruch darstellt.

Das Ergebnis des Zugversuchs überraschte nicht

Zugversuch an einem Probestück aus PVCDie bei den im vorliegenden Fall durchgeführten Zugversuchen gewonnenen Zugfestigkeiten wurden auf Drücke umgerechnet mit dem Ergebnis, dass es eines Druckes von 55 bar bedurfte, um die Rohrleitung brechen zu lassen. Damit war die Rohrleitung mitnichten zu alt. Sie war vollkommen in Ordnung.

 

Was die Rohrleitung am Ende hat brechen lassen, muss ein Druckstoß gewesen sein. Am Ende konnte dann auch ermittelt werden, dass nach den Wartungsarbeiten versäumt wurde, eine Absperrklappe wieder zu öffnen. So pumpte eine Pumpe in eine geschlossene Rohrleitung und erzeugte so den Druckstoß. Mehr zur Entstehung und den Folgen von Druckstößen siehe hier: Schäden an Anlagen durch Druckstöße.

 

Der Fall hat den Gutachtern des Sachverständigenbüros Dr. Hövelmann & Rinsche wieder einmal gezeigt, dass man sich nicht mit halben Wahrheiten und einfach daher gesagten Behauptungen bei der Ermittlung von Schadensursachen zufrieden geben darf. Man muss schon etwas mehr ins Detail gehen um die Wahrheit ans Licht zu bringen.

 

Für Anfragen zur werkstoffkundlichen Begutachtung von Schäden besuchen Sie bitte die Website des Sachverständigen- und Gutachterbüros Dr. Hövelmann & Rinsche.

Kavitation: eine Gefahr für Pumpen

Das Sachverständigenbüro Dr. Hövelmann & Rinsche hat regelmäßig mit Schäden an Pumpen zu tun, die durch Kavitation verursacht worden sind.

Wie entsteht Kavitation?

Kavitation an einem Pumpen-LaufradKavitation entsteht in einer Pumpe, wenn der Druck örtlich niedriger ist als der Dampfdruck des Fördermediums. Dann bilden sich an diesen Stellen kleine Dampfblasen, weil das Fördermedium wegen des niedrigen Drucks verdampft.

 

Sobald die gebildeten Dampfblasen aber in Zonen höherer Drücke gelangen (nämlich durch die Strömung), kondensiert der Dampf schlagartig. Dann kollabieren die Dampfblasen bzw. implodieren sie. Dabei treten extreme Druckspitzen auf, die dann an den betreffenden Orten zu Materialabträgen führen.

 

Das in der Abbildung zu sehende Schadensbild an einem Pumpen-Laufrad ist für Kavitation typisch. Zu erkennen ist das an den punktförmigen Grübchen bzw. kraterförmigen Materialabträgen. Weiterhin sind bereits großflächige Bereiche durch extremen Materialschwund geschädigt worden.

Der NPSH hilft Kavitation zu vermeiden

Um Schäden an Pumpen durch Kavitation zu vermeiden, geben die Pumpen-Hersteller den so genannten „NPSH“ (Net Positive Suction Head) an. Hiermit ist ein bestimmter Mindestdruck an der Saugseite einer Pumpe gemeint, der nicht unterschritten werden darf. Die Überschreitung des NPSH sorgt dafür, dass innerhalb der Pumpe keine Drücke entstehen, die den Dampfdruck des Fördermediums erreichen.

Es sind zwei NPSH-Werte miteinander zu vergleichen

Um das Auftreten, das Ausmaß oder die Auswirkungen von Kavitation in einer Pumpe zu beurteilen, sind dabei zwei NPSH-Werte zu vergleichen. Dies sind der für die Pumpe erforderliche NPSHR-Wert (NPSHR mit „R“ für required) und der von der Anlage vorhandene NPSHA-Wert (NPSHA mit „A“ für available).

 

Kennfelder einer Pumpe mit NPSH3Für die Auswahl von Pumpen bieten deren Hersteller eine Reihe von Kennlinien und Kennfeldern an, zum Beispiel zu den Wirkungsgraden oder zu den Verhältnissen Förderhöhen / Fördermengen. Eine für die Pumpenauswahl bezeichnende Kennlinie ist dabei auch diejenige für den NPSHR, die in Abhängigkeit der Fördermenge dargestellt wird.

 

In der nebenstehenden Abbildung ist ein Beispiel dargestellt für die Kennfelder einer Pumpe, die von den Pumpenherstellern zur Verfügung gestellt werden.

 

Das mittlere Kennfeld beinhaltet die Kennlinien für den NPSH-Wert, wobei hier der so genannte „NPSH3“ dargestellt ist, was ein Kavitationskriterium beinhaltet (kavitationsbedingter Förderhöhenabfall um 3 %).

 

So kann man, wenn man den die Anlage kennzeichnenden NPSHA kennt, eine geeignete Pumpe für den jeweils vorliegenden Anwendungsfall auswählen, um Kavitation zu vermeiden.

 

Zu beachten ist, dass der NPSHR-Wert nicht nur für eine bestimmte Drehzahl oder einen bestimmten Pumpentyp bzw. für eine bestimmte Pumpenbauart gilt. Er gilt speziell auch immer nur für den Typ des Laufrads, das in der Pumpe eingebaut ist. Ändert man das Laufrad, ergeben sich vollkommen neue Bedingungen. Das betrifft insbesondere die Charakteristik in Bezug auf den NPSHR-Wert.

Wie war dieser Schaden entstanden?

Nun, die Pumpe war zunächst mit einem Mehrkanalrad ausgestattet worden. Dieses besitzt vorzugsweise einen relativ großen Wirkungsgrad. Es eignet sich aber nur für Fördermedien, die keine zopfbildenden Faserstoffe enthalten. Allerdings war Schmutzwasser zu fördern, das eben solche Stoffe enthält. Die Folge waren andauernde Pumpenausfälle durch Verzopfung. Daher wurde die Pumpe mit einem Freistromrad ausgerüstet, das weniger anfällig ist für Verzopfungen. Hierdurch kamen aber sämtliche Druckverhältnisse innerhalb der Pumpe durcheinander. Der NPSH passte nicht mehr zur Anlage, es kam zu Kavitation.

Besonders gefährdet: Kolbenpumpen

Kavitation an einer KolbenpumpeEin weiterer begutachteter Schaden betraf als Dickstoffpumpen eingesetzte Kolbenpumpen. Kavitation entsteht hier im Speziellen, wenn es während des Ansaughubs zu einem Druckabfall kommt. Dieser lässt den Druck mitunter unter den Dampfdruck des Mediums absinken.

Wichtig ist die Beschaffenheit des Dickstoffs

Die Beschaffenheit des zu fördernden Dickstoffs kann unter Umständen die Kavitationsneigung befördern. Ein Beispiel hier ist, wenn der Dickstoff „zu dick“ ist (hohe TS-Gehalte, niedrige Fließfähigkeit). Denn ein zu hoch eingedicktes, schlecht fließfähiges Medium führt zwar nicht direkt zur Kavitation. Es schafft aber die Bedingungen, unter denen Kavitation bei Kolbenpumpen besonders leicht entstehen kann. Wegen der höheren Viskosität kann beim Ansaughub einer Kolbenpumpe der Dickstoff nämlich womöglich nicht schnell genug nachströmen. In diesem Fall vermag der Druck im Zylinder abzufallen und das womöglich bis unterhalb der Dampfdruckgrenze.

Auch Luft spielt eine Rolle für Kavitation

Weiterhin gilt Luft als ein Verstärker der Kavitationsneigung bei Kolbenpumpen. Luft ist ein kompressibles Gas, wodurch zunächst ein instabiler Saugdruck entstehen kann. Besonders wirken sich aber so genannte „Höhlenschläge“ oder „Hohlhübe“ aus. Sie verursachen extreme Druckspitzen. Hierbei handelt es sich um eingesaugte Luft, die beim Druckhub komprimiert wird. Die Pumpe „zieht ins Leere“ und komprimiert zunächst Gas statt Flüssigkeit. Der Druckhub ist dann kein normaler Förderhub mehr, sondern ein Hohlhub. Sobald das Ventil dann öffnet oder das Gas vollständig komprimiert ist, gibt es einen impulsartigen Druckstoß, der sich im gesamten System fortpflanzt.

 

Für Anfragen zur Begutachtung von Schäden durch Kavitation besuchen Sie bitte die Website des Sachverständigen- und Gutachterbüros Dr. Hövelmann & Rinsche.

Schäden durch Fettabscheider

Die Sachverständigen und Gutachter von Dr. Hövelmann & Rinsche haben sich dann und wann auch mit Fettabscheidern auseinanderzusetzen. Nämlich immer dann, wenn Fettabscheider Schäden verursacht haben. Hier berichten wir von zwei typischen Schadenfällen, bei denen Fettabscheider jeweils eine Rolle gespielt haben.

Wozu dienen Fettabscheider?

Fettabscheider dienen dazu, das Abwasser zum Beispiel aus gewerblichen Küchen, Metzgereien oder Lebensmittelbetrieben vor der Einleitung in die städtischen Kanalisationen von mitgeführtem Fett zu befreien. Das funktioniert nach dem Schwerkraftprinzip, das darauf beruht, dass Fette und Öle eine geringere Dichte als Wasser haben. Deshalb vermögen sie in einem strömungsberuhigten Abscheider nach oben in Richtung der Wasseroberfläche aufzutreiben. In einem Fettabscheider wird das fetthaltige Abwasser deshalb in einen Abscheiderraum geführt, in dem das Fett Zeit hat, oben auf der Wasseroberfläche aufzuschwimmen. Das (weitestgehend fettfreie) Wasser unterhalb der aufschwimmenden Fettschicht kann dann abgeleitet werden.

Fettabscheider verursacht Wasserschaden

Korrodierte Tauchwand in einem Fettabscheider

Die Tauchwand am Ablauf korrodierte

Im vorliegenden Fall verursachte ein Fettabscheider einen Wasserschaden. Dieser hatte seinen Ablauf oben. Damit aufschwimmendes Fett nicht hier hinein gelangen konnte, war der Ablauf über eine Tauchwand geschützt. Diese Tauchwand korrodierte allerdings mit der Zeit. Es entstand eine Öffnung in der Tauchwand. Und so kam es, dass immer wieder Fett in den Ablauf gelangte.

Warum kam es zum Wasserschaden?

Nun, der Fettabscheider befand sich in einem Kellergeschoss. Und von hier aus musste das aus dem Fettabscheider abfließende Abwasser mit einer Hebeanlage fortgepumpt werden. Da aber der Ablauf aus dem Fettabscheider jetzt auch jede Menge Fett enthielt, gelangte Fett auch in die Hebeanlage. Dort erkaltete es, verfestigte sich und legte den Betrieb der Hebeanlage lahm.

Der Fettabscheider lief über

Das immer noch zum Fettabscheider nachlaufende Abwasser aus der gewerblichen Küche ließ dann – da der Ablauf ja wegen der ausgefallenen Hebeanlage gestört war – den Fettabscheider überlaufen. Das übergelaufene Wasser verursachte dann den Wasserschaden. Dieser war nicht unerheblich, da das Schadwasser fetthaltig war.

Hebeanlage nicht geeignet für Fettabscheider

Blick in eine Hebeanlage nach einem Fettabscheider

Fett vermag Korrosion auszulösen

Auch in diesem Fall war einem Fettabscheider eine Hebeanlage nachgeschaltet. Allerdings war diese Hebeanlage gänzlich ungeeignet hierfür. Denn wie sich aus der nebenstehenden Abbildung, die einen Blick in die geöffnete Hebeanlage zeigt, ergibt, waren die beiden in der Hebeanlage eingebauten Pumpen bereits korrodiert. Das liegt daran, dass Fette in Abwassersystemen generell korrosionsfördernd sind. Zum Beispiel können sie durch Bakterien hydrolysiert werden. Sie zerfallen damit u.a. in freie Fettsäuren, die chemisch aktiv sind und schon für leichte Korrosion sorgen können. Weiterhin fördern Fette die Ausbildung von anaeroben Zonen (Sauerstoffarmut), weil sie sich an Rohrwänden ablagern und dort Biofilme bilden. Wegen der anaeroben Bedingungen kommt es zur Sulfatatmung bestimmter Bakterien. Diese nutzen dann Sulfate im Abwasser als Energiequelle und produzieren dabei Schwefelwasserstoff. Und der Schwefelwasserstoff wird letztendlich in Schwefelsäure umgewandelt, die hochkorrosiv ist. Diesen Vorgang nennt man übrigens „biogene Schwefelsäurekorrosion“. Da der Ablauf eines Fettabscheiders nicht fettfrei ist bzw. Restfette enthält, gelangt auch Fett in gewissen Mengen in an Fettabscheider angeschlossene Hebeanlagen. Dort kann das Restfett zu Korrosion führen.

Füllstandsmessung mittels Staudruckverfahren

In der Abbildung ist zu sehen, dass ein nach unten offenes Tauchrohr in der Hebeanlage eingebaut ist. Dieses Tauchrohr ist ein Teil der Füllstandsmessung, die den Füllstand im Behälter erfassen soll. Die Erfassung des Füllstandes erfolgt dabei im so genannten „Staudruckverfahren“. Dabei handelt es sich um ein pneumatisches Verfahren. Steigt der Füllstand in der Hebeanlage an, taucht das Tauchrohr ins Wasser ein bzw. steigt das Wasser in das Tauchrohr auf. Dabei wird die Luft im Tauchrohr und somit auch in dem Druckluftschlauch komprimiert, wobei ihr Druck zunimmt. Dies erfasst die (über einen Druckluftschlauch) mit dem Tauchrohr verbundene Steuerung und schaltet eine Pumpe ein. Durch das Einschalten einer Pumpe fällt der Wasserstand in der Hebeanlage wieder ab. Da der Stand des Abwassers im Tauchrohr abfällt, lässt auch der Druck im Druckluftschlauch nach, was die Steuerung ebenfalls registriert. Auf diese Weise wird die Pumpe entsprechend wieder abgeschaltet.

Die Füllstandsmessung der Hebeanlage fiel aus

Nun wurde bereits ausgeführt, dass sich auch immer ein bisschen Fett in der Hebeanlage einfindet. Und wenn das Fett dort erkaltet und sich verfestigt, besteht die Gefahr, dass es sich vor das offene Ende des Tauchrohres setzt. Damit wird das Staudruckverfahren beeinflusst. Es gibt dann keine keine Druckänderungen mehr im Druckluftschlauch und es werden dadurch keine Signale an die Steuerung übertragen. Die Pumpen werden nicht eingeschaltet. Und so kam es auch hier dazu, dass der Fettabscheider überlief, was wieder zu einem entsprechenden Schaden geführt hat.

 

Für Anfragen zur Begutachtung von Schäden wegen Fettabscheidern besuchen Sie bitte die Website des Sachverständigen- und Gutachterbüros Dr. Hövelmann & Rinsche.

Schäden an Anlagen durch Druckstöße

Druckstöße können an technischen Anlagen schwere Schäden verursachen. Hiermit haben wir bei unserer Tätigkeit als Ermittler von Schadensursachen häufig zu tun.

Wie entstehen Druckstöße?

Druckstöße entstehen in einer Rohrleitungsanlage immer dann, wenn sich die Strömungsge­schwindigkeit der transportierten Flüssigkeit schnell ändert. Das ist beispielsweise der Fall, wenn Schieber bzw. Ventile zu rasch bzw. schlagartig geschlossen wer­den oder es zu einem abrupten Aus­schalten von Pumpen kommt. Infolge der Massenträgheit der transportierten Flüs­sigkeit kann sich die Strömungsgeschwindigkeit der Flüssigkeitssäule als Ganzes dann nicht mehr dem neuen Zustand anpassen, die Flüssigkeit wird verformt, und dabei entstehen dynamische Druckänderungen – „Druckstöße“ genannt.

Druckstöße sind gefährlich

Druckstöße stellen für die Bestandteile einer Rohrleitungsanlage eine besondere Ge­fahr dar. Es können Drücke (und Unterdrücke) auftreten, die die Standfestigkeit von Anlagenbestandteilen zu übersteigen vermögen. Druckstöße sind auch deshalb gefährlich, weil sie na­hezu unabgemindert und mit Schallgeschwindigkeit jeden Ort einer Rohrleitungs­anlage erreichen und dort ihre schädliche Wirkung entfalten können.

Ein Beispiel: Druckstoß-bedingte Schäden an einer Umkehrosmoseanlage

Schäden durch Druckstöße
Im vorliegenden Fall war eine Umkehrosmoseanlage zur Erzeugung von vollentsalztem Wasser betroffen. Hier war im Spültank einer der Füllstandssensoren zu tief angebracht, so dass die Überdeckung der Ablaufleitung mit Wasser zu klein war. In Folge dessen saugte die Spülpumpe mitunter Luft an, was Druckstöße zur Folge hatte.

 

Der entstandene Schaden an der Umkehrosmoseanlage war enorm. So kam es zu diversen Rohrbrüchen, die entsprechende Stillstandszeiten der Anlage zur Folge hatten.

 

Aber es wurden auch die Membranen der Umkehrosmoseanlage beschädigt. Hier drückten sich die Spacer, die in einem Wickelmodul zwischen den Membranschichten liegen, in die Membranen ein. Die Membranen wurden sozusagen perforiert. Das hatte zur Folge, dass die Salzpassage durch die Membranen erhöht wurde, der Entsalzungseffekt ausblieb und sich die Permeatqualität stark verschlechterte. Für Produktionszwecke war das Permeat nicht mehr zu gebrauchen.

Auf Druckstoß-Gefahren machen auch Hersteller von Pumpen aufmerksam

Auch zum Beispiel die Hersteller von Pumpen wissen um die Gefahren von Druckstößen. Sie gehören zu ihrem Alltag, die es zu berücksichtigen gilt. Wie man Druckstöße berechnet und sie dementsprechend vermeiden kann, wird hier beispielsweise ganz gut von der Fa. KSB dargestellt: Druckstoßberechnungen helfen Gefahren zu vermeiden.

 

Für Anfragen zur Begutachtung von Schäden wegen Druckstößen besuchen Sie bitte die Website des Sachverständigen- und Gutachterbüros Dr. Hövelmann & Rinsche.

Rückstauschaden trotz Rückstauklappe – ein nicht selten vorkommendes Phänomen

Wenn einer öffentlichen Kanali­sation zum Beispiel bei einem Starkregen so viel Wasser zugeführt wird, dass sie nicht mehr in der Lage ist, dieses Wasser vollständig abzuführen, kann sich ein Rückstau ereignen. Hierbei kann sich das Wasser aus der öffentli­chen Kanalisation in die Anschlusskanäle der Häuser und in diese zurückdrücken. Das Wasser tritt dann in den Häusern an denjenigen Wasserabläufen oder offenen Stellen aus, die unterhalb der Rückstauebene liegen.

Wo liegt die Rückstauebene?

Unter einer „Rückstauebene“ ist diejenige Höhenlage zu verstehen, bis zu der Wasser in einer Entwässerungsanlage ansteigen kann. Rückgestautes Wasser kann also nicht höher steigen als das Niveau der Rückstauebene. Im Allgemeinen gilt dabei die Höhenlage der Straßenoberkante als Rückstauebene. Dies deshalb, weil in der Kanalisation an­steigendes Wasser über die in der Regel gelochten Deckel der mit der Kanalisa­tion verbundenen Schächte sowie über die Straßenabläufe austreten und über die Straßenoberfläche abfließen kann. Allerdings ist diese Definition zuweilen zu unscharf. Es kommt auch auf die jeweiligen örtlichen Verhältnisse an, siehe zum Beispiel hier: Wo liegt sie nun, die Rückstauebene?.

Rückstaugefährdete Wasserabläufe sind gegen Rückstau zu sichern>

Aus Wasserabläufen oder sonstigen offenen Stellen in einer Entwässerungsanlage, die unterhalb der Rückstauebene liegen, kann in einem Gebäude im Rück­staufall Wasser prinzipiell austreten. Aus diesem Grund sind solche Stellen grundsätzlich gegen Rückstau zu sichern.
Nicht geschlossene Rückstauklappe

Eine Rückstauklappe für Schmutzwasser ist nicht zulässig

Die Sicherung gegen Rückstau muss aber mit geeigneten technischen Mitteln erfolgen. In einer Leitung, in der beispielsweise Schmutzwasser abgeführt wird, ist dabei eine einfache Rückstauklappe nicht zulässig. Denn hierbei besteht die Gefahr, dass sich Feststoffe aus dem Schmutzwasser in den Bereich der Klappe legen, so dass diese wegen den gebildeten Ablagerungen nicht mehr vollständig schließt. So auch in diesem Fall, wie die Abbildung zeigt. Hier kam es zu einem Rückstauschaden, weil die Rückstauklappe beim Rückstau nicht geschlossen war.

Bei Schmutzwasser ist auf eine Rückstauklappe kein Verlass

Einfache Rückstauklappen sind weit verbreitet, weil sie relativ kostengünstig sind. Sie wiegen Hauseigentümer aber in nur trügerische Sicherheit, wenn die Rückstauklappen Leitungen mit Schmutzwassertransport absichern sollen.

 

Für Anfragen zur Begutachtung von Schäden und Mängeln wegen Rückstauschäden besuchen Sie bitte die Website des Sachverständigen- und Gutachterbüros Dr. Hövelmann & Rinsche.

Nützlich für die Zustandsbewertung: die Inspektion mit Drohnen

Eine Zustandsbewertung von technischen Anlagen oder Bauwerken wird bei den Sachverständigen und Gutachtern von Dr. Hövelmann & Rinsche immer dann nachgefragt, wenn zum Beispiel eine Wertermittlung durchzuführen ist oder eine Prognose zum sinnvollen Weiterbetrieb von Anlagen. Der erste Schritt bei einer Zustandsbewertung ist dabei in der Regel die visuelle Inspektion. Diese gibt mitunter Aufschluss über etwaig vorhandene Mängel oder Schäden, die in die Bewertungen mit einfließen.

Drohnen erreichen auch schwer zugängliche Stellen

Ein Problem bei der visuellen Inspektion kann aber immer dann auftreten, wenn es zu inspizierende Bereiche an den Anlagen und Bauwerken gibt, die nur schwer zugänglich sind. Oder wenn für deren Zugänglichkeit entsprechend aufwändige Maßnahmen wie Einrüstungen und dergleichen durchzuführen wären. In speziellen Fällen können hierbei aber Drohnen helfen. Geübte Piloten vermögen nämlich ihre Drohnen an Stellen fliegen zu lassen, deren Erreichbarkeit sonst womöglich nicht gegeben wäre. Oder wie gesagt nur mit einem entsprechenden Aufwand. Das Sachverständigenbüro Dr. Hövelmann & Rinsche lässt tatsächlich dann und wann Drohnen für sich fliegen. Über zwei diesbezügliche Projekte soll hier einschließlich der hierbei gemachten Erfahrungen beispielhaft berichtet werden.

Innen-Inspektion eines Silos mittels Drohnen

Im ersten hier zu erwähnenden Fall ging es um ein Silo eines lebensmittelverarbeitenden Betriebs, in dem Kochsalz gelagert wird. Das Silo besteht dabei aus Edelstahl, zeigte aber auf der Produktseite, das heißt an seiner Innenseite, Korrosionserscheinungen. Um das Ausmaß der Korrosion und damit der Schäden feststellen zu können, war das Silo von innen aus zu inspizieren. Es bestand jedoch keine Möglichkeit für einen sicheren Einstieg und eine lückenlose Inaugenscheinnahme aller Innenbereiche des Silos. Daher wurde das Silo mit Drohnen beflogen.
Inspektion eines Silos mittels Drohnen

Innerhalb des Silos herrschte eine gewisse Thermik

Die Inspektion bzw. Befliegung des Silos erfolgte, nachdem das Silo entleert worden war. Der Zugang zum Silo erfolgte dabei über ein Mannloch am Silokopf. Die nebenstehende Abbildung zeigt den Einflug einer der Drohnen in das Silo.

 

Beim Flug der Drohnen durch das Silo trat eine Besonderheit auf. Der Pilot der Drohnen hatte nämlich Schwierigkeiten, die Drohnen während ihrer Flüge in Balance zu halten. Eine solche Balance ist aber erforderlich, um gute Aufnahmen vom zu inspizierenden Objekt zu erhalten. Wackeln die Drohnen nämlich zu stark, ermöglichen die Videobilder keine ausreichende Begutachtung.

 

Grund für die Probleme war eine spezielle Thermik innerhalb des Silos. Diese Thermik wirkte sich auf das Flugverhalten der Drohnen aus. Sie waren unter diesen Umständen nicht flugruhig zu halten.

 

Das Problem wurde dahingehend beseitigt, als dass ein weiteres Mannloch im Bereich des Silobodens geöffnet wurde. Hierdurch entstand ein „Durchzug“ innerhalb des Silos, der die schwierige Thermik-Lage beseitigte. Erst hiernach gelang es, die Drohnen während ihrer Flüge ruhig zu halten und eine aussagekräftige Innen-Inspektion durchzuführen.

Auch Stahltanks konnten beflogen werden

In einem anderen Fall ging es um vier sehr große und jahrzehntealte Stahltanks, in denen betriebliches Abwasser zwischengespeichert wurde und über deren Weiterbetrieb man sich nicht im Klaren war. Bereits von außen zeigten sich nämlich erste korrosiv bedingte Auflösungserscheinungen. Dies betraf insbesondere die Dachkonstruktionen. Man wollte daher wissen, ob die Stahltanks auch in Zukunft verwendet werden könnten. Oder ob sie außer Betrieb gehen mussten (einschließlich Abriss).
Inspektion eines Stahlbehälters mittels Drohnen

Ohne Drohnen wäre eine Inspektion der Stahltanks nicht gelungen

Es kam darauf an, die Stahltanks von innen aus zu inspizieren und insbesondere die Dachkonstruktionen einschließlich der zugehörigen Trägerelemente. Das Problem bestand jedoch darin, dass nur sehr kleine Mannlöcher für den jeweiligen Zugang zu den Stahltanks zur Verfügung standen. Es wäre damit nicht möglich gewesen, das Material für eine Einrüstung innerhalb der Stahltanks durch diese kleinen Mannlöcher in die Stahltanks hinein zu bringen. Um die Dachkonstruktion inspizieren zu können, mussten diese also zwangsläufig mit Drohnen beflogen werden.

 

Die Abbildung zeigt eine der Drohnen vor dem Einflug durch das Mannloch in einen der Stahltanks. Es war am Ende insgesamt möglich, die Dachkonstruktionen tatsächlich zu inspizieren. Die von den Kameras der Drohnen aufgenommenen Videos konnten sehr gut ausgewertet werden. Insbesondere war es möglich, den Fortschrittszustand der Korrosion an den jeweiligen Dachkonstruktionen festzustellen, was zu einer entsprechenden gutachterlichen Aussage eines Statikers führte.

 

Insgesamt war der Einsatz von Drohnen in den beiden beschriebenen Fällen sehr nützlich und auch erfolgreich. Die entsprechenden Befliegungen waren eine sehr kostengünstige Möglichkeit, ausreichend gutes Material für die Durchführung von Zustandsbewertungen zu erhalten.

 

Für Anfragen zur Begutachtung von Schäden und Mängeln an technischen Anlagen und Bauwerken besuchen Sie bitte die Website des Sachverständigen- und Gutachterbüros Dr. Hövelmann & Rinsche.

Schäden und Mängel an Rohrleitungen

Die Sachverständigen und Gutachter von Dr. Hövelmann & Rinsche begutachten auch immer wieder Schäden und Mängel im Bereich Rohrleitungsbau. Hierzu gehören die unterschiedlichsten Anwendungen wie zum Beispiel der Rohrleitungsbau für industrielle Anlagen, Rohrleitungen für die Versorgung mit Fernwärme, Druckleitungen für die öffentliche Abwasserentsorgung, aber auch der Rohrleitungsbau für die technische Ausrüstung von Gebäuden. Nachfolgend berichten wir von zwei sehr interessanten Beispielen aus unserer Gutachter-Praxis.

Abgestürzte Rohrleitungen

Häufig haben es die Sachverständigen und Gutachter von Dr. Hövelmann & Rinsche mit abgestürzten Rohrleitungen zu tun. In diesem Beispiel war in einer neu gebauten Produktionsstätte für die Herstellung von medizinischen Geräten auch eine Rohrleitungsanlage für die Versorgung der Produktion mit Kühlwasser installiert worden. Hierfür wurden Edelstahlleitungen mit der Werkstoffkennung 304L (AISI) bzw. 1.4307 (EN) und der Dimension 273,00 x 3,00 verwendet. Bereits kurze Zeit nach der Inbetriebnahme stürzte eine dieser Rohrleitungen ab, nämlich die Kühlwasser-Vorlaufleitung.
Abgestürzte Rohrleitung

Der Absturz der Rohrleitung verursachte Schäden

Die nebenstehende Abbildung zeigt die abgestürzte Rohrleitung. Sie wurde bei dem Absturz beschädigt. Daneben kam es zu Sachschäden an betrieblichen Einrichtungen, auf die die Rohrleitung hinabstürzte. Des Weiteren kam es zu einem Ausfall der Kühlwasserversorgung, was einen Produktionsausfall nach sich zog bzw. einen entsprechenden Betriebsunterbrechungsschaden.

Die abgestürzte Rohrleitung war an der Decke abgehängt

Die abgestürzte Kühlwasser-Vorlaufleitung war an der Decke des Technikgeschosses verlegt bzw. war sie dort mittels so genannter „Rohrhalterungen“ abgehängt. Die Rohrhalterungen bestehen dabei vorliegend aus mehreren Elementen, nämlich zunächst aus so genannten „Rohrschellen“, die die abzuhängenden Rohrleitungen in bestimmten Abständen umschließen. Die Rohrschellen wiederum sind mit so genannten „Stababhängern“ verbunden. Die Stabhänger sind in so genannte „Gelenkträgerklammern“ eingehängt, die an den Stahlträgern der Deckenkonstruktion befestigt sind.

Eine der Rohrhalterungen war unterdimensioniert

Die empfohlene maximale Last für die o.a. Gelenkträgerklammern beträgt 2,5 kN. An einer Stelle war die Last – vorliegend bestehend aus den Gewichtskräften der Rohrleitung und des in ihr transportierten Mediums (Wasser) – aber größer als die maximale Last. Aus diesem Grund versagte die Gelenkträgerklammer; sie brach. Dies führte zu einer Kettenreaktion. Denn nun kam es auch zu Überlastungen anderer Gelenkträgerklammern, weil diese plötzlich ebenfalls jeweils einer größeren Last ausgesetzt waren. Die Schadensursache bzw. die anfängliche Überlastung kam dadurch zu Stande, weil die Abstände für die Rohrhalterungen zu groß gewählt worden waren. Hierdurch entfiel ein zu großer Gewichtsanteil auf die später gebrochene Gelenkträgerklammer.

Unterschätzte Längendehnung von Rohrleitungen

Üblicherweise werden Rohrleitungen in „kaltem“ Zustand verlegt, das heißt bei Umgebungsbedingungen. Warmgehende Rohrleitungen, die also später erwärmte oder heiße Medien transportieren, dehnen sich im Betriebszustand aber wegen des Temperatureinflusses aus. Die Längenausdehnung ΔL lässt sich dabei mit folgender Formel berechnen:

 

Δ𝐿 = 𝛼 ⋅ 𝐿0 ⋅ Δ𝑇

 

mit:

 

Δ𝐿: Längenänderung
𝛼: Längenausdehnungskoeffizient (abhängig vom Material)
𝐿0: Ursprüngliche Rohrlänge
Δ𝑇: Temperaturänderung
Dehnungsbögen zum Ausgleich von Längendehnungen bei Rohrleitungen

Längendehnungen von Rohrleitungen sind auszugleichen

Die Längendehnung von Rohrleitungen ist bereits in der Planung durch eine entsprechende Stressberechnung zu berücksichtigen. Es sind Maßnahmen zu ergreifen, um die Längendehnungen auszugleichen, zum Beispiel durch

 

  • Kompensatoren
  • Dehnungsbögen
  • Gleitlager
  • entsprechend dimensionierte Festpunkte bzw. Festlager, die die Kräfte der Längendehnung aufnehmen
  •  

    In der nebenstehenden Abbildung sind als ein Beispiel für den möglichen Ausgleich von Längendehnungen bei Rohrleitungen Dehnungsbögen zu sehen (Quelle: HINE AG).

     

    Eine Fernwärmeleitung war falsch berechnet worden

    In diesem Beispiel war eine 5 km lange Fernwärmeleitung verlegt worden (2,5 km Vorlauf plus 2,5 km Rücklauf). Sie war zuvor als eine Rohrleitung mit verschweißten Verbindungen berechnet worden. Als Verlegetemperatur wurden 10 °C zu Grunde gelegt, für den Betrieb 105 °C. Für den Ausgleich der Längendehnungen wurden Festlager und Kompensatoren vorgesehen. Bei der Stressberechnung hatte man jedoch nicht beachtet, dass die Verbindungen zwischen den einzelnen Rohrstangen, aus denen die Fernwärmeleitung zusammengebaut wurde, nicht verschweißt werden sollten. Die Verbindungen sollten mit zu verschraubenden Rohrkupplungen hergestellt werden.

    Rohrkupplungen sind nicht starr

    In den Rohrkupplungen sind Dichtungen eingebaut. Im vorliegenden Fall solche, bei denen ein radial umlaufender Dichtungssteg zwischen die Stirnseiten der Rohrstangenenden platziert wird. Direkt zu Anfang des Betriebs der Fernwärmeleitung wurden diese Dichtungsstege abgequetscht, was zu entsprechenden Schäden geführt hat. Die Abquetschung der Dichtungsstege kam dabei durch die Längendehnung der Rohrstangen zu Stande. Sie dehnten sich nämlich in die Rohrkupplungen aus. Dort war offenbar der Widerstand bei der Längendehnung geringer als in den Kompensatoren. Das heißt, dass die Längendehnung zuerst in den Rohrkupplungen stattfand und erst dann in den Kompensatoren. Weiterhin kam es in bestimmten Rohrkupplungen, für die bis zu einem bestimmten Maß axiale Abwinkelungen zulässig sind, zu Undichtigkeiten. Hier wurden auf Grund der in den Rohrkupplungen stattfindenden Längendehnungen die zulässigen Abwinkelungen überschritten.

     

    Für Anfragen zur Begutachtung von Schäden und Mängeln an Rohrleitungen besuchen Sie bitte die Website des Sachverständigen- und Gutachterbüros Dr. Hövelmann & Rinsche.

    Grundlagen für einen erfolgreichen Regress von Versicherungen

    Schadensverantwortlichkeit und Regress

    Wenn eine Versicherung in den Leistungsfall geraten ist, das heißt, wenn ein versicherter Schaden vorliegt, dann stellt sich die Frage, wer für den Schaden verantwortlich ist. Denn wenn die Schadensverantwortlichkeit geklärt ist, besteht die Möglichkeit auf einen Regress.

     

    Mit einem Regress wird dabei eine Rückforderung bezeichnet, die eine Versicherung gegenüber einem Dritten geltend machen kann – nämlich dem Schadensverursacher -, nachdem sie zunächst für einen Schaden aufgekommen ist.

    Regress-Forderungen werden oft abgelehnt

    In der Regel werden Regress-Forderungen seitens der Schadensverantwortlichen aber abgelehnt. Üblicherweise wird alles bestritten, was mit dem Schaden zusammenhängt: der Schadenablauf, die Schadenursache, die Schadenhöhe und schließlich die Verantwortlichkeit. In den meisten Fällen muss eine Versicherung einen Regress daher über ein Gericht einfordern, das heißt, dass in entsprechende Rechtstreitigkeiten eingetreten wird; die Verantwortlichen für einen Schaden werden verklagt.
    Vor Gericht ist ein Regress nur erfolgreich, wenn Beweise vorliegen.

    Bei einem Regress zählt der Beweis

    Was allein vor Gericht bei einem Rechtsstreit zählt, ist der Beweis. Also der Nachweis, dass eine bestimmte Aussage, Behauptung, Annahme oder Gegebenheit wahr ist, belegt durch Fakten, Argumente oder nachvollziehbare Herleitungen. Im Speziellen dient ein Beweis dazu, vor Gericht zu zeigen, dass ein bestimmter Sachverhalt zutrifft. In diesem Fall kann das Bestreiten einer Schadensverantwortlichkeit von der Versicherung abgewehrt werden.

    Ein Gutachten als Beweis

    Neben Zeugenaussagen werden Beweise vor Gericht in fast allen Fällen in Form von Gutachten vorgetragen. Und diese Gutachten müssen hieb- und stichfest sein, die Herleitungen unangreifbar und die Schlussfolgerungen plausibel und glaubhaft. Daher sind in solchen Gutachten die Schadenabläufe, die Schadenursachen und die Schadenverantwortlichkeiten vollständig und beweissicher darzustellen. Dies erfordert eine gewisse Schreibkompetenz sowie Erfahrung im Schadenmanagement und vor Allem aber im Hinblick auf Gerichtsprozesse. Diese Erfahrung liegt beim Sachverständigen- und Gutachterbüro Dr. Hövelmann & Rinsche definitiv vor. Denn insbesondere der Sachverständige Dr. Hövelmann blickt auf eine mittlerweile 30-jährige Tätigkeit als öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger zurück. Seit 30 Jahren ist er also als Gerichtsgutachter tätig. Daher ist ihm bekannt, wie Gutachten aufzubauen sind, damit sie in einem gerichtlichen Rechtsstreit bestehen können. Diese Erfahrung hat Herr Dr. Hövelmann an seine Mitarbeiter weitergegeben.

    Die Beweiserhebung ist der Schlüssel

    Um schlagkräftige Gutachten für erfolgreiche Regresse erstellen zu können, bedarf es einer entsprechenden vorgelagerten Beweiserhebung. Und das heißt, dass ein Schaden lückenlos aufzuklären ist. Hierfür sind zum Teil akribische Arbeiten am Schadenort und weitreichende Recherchen erforderlich bis hin zu wissenschaftlichen Untersuchungen. All dies vermag das Sachverständigen- und Gutachterbüro Dr. Hövelmann & Rinsche zu leisten. Wir können diesbezüglich auf unzählige erfolgreiche Regresse verweisen. Ein Grund, warum uns Versicherungen immer wieder vertrauen, wenn es darum geht, für sie das Geld zurückzuholen.

    Grundlagen für einen erfolgreichen Regress

    Die Grundlagen für einen erfolgreichen Regress von Versicherungen sind also:

     

  • Erfahrung und Kompetenz der Sachverständigen und Gutachter
  • lückenlose Beweiserhebung
  • gerichtsfeste Gutachten
  •  

    Für Anfragen besuchen Sie bitte die Website des Sachverständigen- und Gutachterbüros Dr. Hövelmann & Rinsche.