Ein historischer Trinkwasser-Hochbehälter war zu sanieren
Ein historischer und aus Mauerwerk erstellter Trinkwasser-Hochbehälter wurde, da er erhalten werden sollte, aus hygienischen Gründen mit PE-Platten ausgekleidet. Schon nach kurzer Betriebszeit kam es jedoch zur Ablösung der Auskleidung von den Wänden und Decken.
Was war passiert?
Nun, man hatte die so genannte „Atmung“ des Behälters außer Acht gelassen.
Es ist nämlich so, dass in einem Trinkwasserbehälter bzw. in einem Trinkwasser-Hochbehälter je nach Verbrauch von Wasser im Netz und entsprechender Nachspeisung die Füllstände innerhalb des Behälters schwanken. Und so ist es auch hier.
Wenn jedoch die Füllstände schwanken, muss auch immer die Luft im Trinkwasser-Hochbehälter entweder rein oder raus. Bei steigenden Füllständen ist die Luft nach außen hin abzulassen, bei sinkenden Füllständen muss Luft aus dem Außenbereich nachströmen. Das nennt man dann „Atmung“. Hierfür sind entsprechend dimensionierte Lüftungsleitungen vorzusehen. Die gab es auch, aber sie waren unterdimensioniert. So kam es bei schnell sinkenden Füllständen zu Unterdruck-Situationen im Trinkwasser-Hochbehälter, weil Luft für den Druckausgleich nicht schnell genug von außen einströmen konnte.
Die Atmung des Behälters erzeugte Unterdruck
Im Altzustand des Behälters wirkte sich der durch die Atmung erzeugte Unterdruck nicht aus. Aber die PE-Platten wurden hierdurch in das Behälterinnere hineingesaugt. Dabei wirkten solche Kräfte, dass die PE-Platten aus ihren Verankerungen herausgerissen wurden. Für Unterdrücke waren die Verankerungen nicht vorgesehen. Und das zu Recht.
Das war wieder einmal ein sehr interessanter Schadenfall, der vom Sachverständigenbüro Dr. Hövelmann & Rinsche begutachtet wurde. Die Schadenursache konnte geklärt werden.
Für Anfragen zur Ermittlung von Schäden – auch an Trinkwasser-Hochbehältern – besuchen Sie bitte die Website des Sachverständigen- und Gutachterbüros Dr. Hövelmann & Rinsche.
