Unzulängliche Regenentwässerung

Mängel an einer Regenentwässerung

Das Regenwasser von den Dachflächen eines größeren Wohnhauses und von der befestigten Oberfläche eines zum Wohnhaus gehörenden Hinterhofs wird zum Teil einem Pumpschacht zugeführt. Von hier aus wird es dann mittels der im Pumpschacht eingebauten Pumpen zu einem Bachlauf gepumpt und dort eingeleitet. Bei starken Regenereignissen kam es jedoch im Hinterhof zu Überschwemmungen. Sie gelangten bis ins Gebäude und richteten dort entsprechende Schäden an. Die an das Sachverständigenbüro Dr. Hövelmann & Rinsche gerichtete Frage war, wie es hierzu kommen konnte.

Pumpe falsch dimensioniert

Die Begutachtung ergab, dass die im Schacht installierten Pumpen falsch dimensioniert und damit viel zu klein waren. Ein Großteil des anfallenden Regenwassers kann somit nicht in der erforderlichen Zeit fortgeleitet werden. Weiterhin ist der Schacht undicht. Außen anstehendes Grundwasser gelangt somit in den Schacht und muss zusätzlich und ebenfalls von der (zu kleinen) Pumpe fortgeschafft werden. Wenn es nun zu den einem stärkeren Regenereignis kam, konnte die Entwässerung deshalb versagen. Das Regenwasser staute sich dann in die Zulaufleitung der Hofentwässerung zurück und verursachte dort, das heißt im Hinterhof, eine Überschwemmung. Das Überschwemmungswasser gelangt dann über Garagentore und Kellertüren ins Gebäude und verursacht dort entsprechende Gebäudeschäden. Weiterhin wurde festgestellt, dass für die Einleitung von Regenwasser in den Bach gar keine wasserrechtliche Genehmigung vorgelegen hat.

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