Undichtes Elektronikgehäuse stellt Dampfdusche an

Undichtes Elektronikgehäuse

Mit Dampf zu duschen mag ein luxuriöser Traum eines jeden Hausbesitzers sein. Und gleichzeitig ein Albtraum, wenn sich der Dampferzeuger von selbst einschaltet und man gerade nicht vor Ort ist. So geschehen im vorliegenden Fall. Dies hatte zur Konsequenz, dass sich der Dampf unbemerkt im Haus verteilte und an den Wänden kondensierte. Hierdurch entstand ein massiver, großflächiger Schimmelbefall, der das Haus unbewohnbar machte. Aber wie konnte sich die Dampfdusche von selbst einschalten? Diese Frage galt es für unseren Gutachter vom Sachverständigenbüro Dr. Hövelmann & Rinsche zu klären.

Kurzschluss im Elektronikgehäuse

Das Steuergerät für die Dampfdusche war bestimmungsgemäß entsprechend der Montageanleitung im Bereich der Dusche montiert worden. Doch eine erste Begutachtung ergab, dass das Gehäuse des Steuergerätes gar nicht so dicht war wie es für diese Anwendung eigentlich hätte sein müssen. So konnte Wasser oder feuchte Luft bzw. Dampf ins Gehäuse eindringen. Außerdem verfügte die im Gehäuse montierte Elektronikbaugruppe über keinen passiven Schutz gegen Feuchtigkeit. Zudem war das Elektronikdesign fehlerhaft. Da das Elektronikgehäuse nun undicht war, kam es zum Zutritt von Feuchtigkeit auf die Platine. Durch Korrosion wurde dann hier ein Kurzschluss erzeugt. Der Dampferzeuger wiederum erkannte den Kurzschluss nicht und interpretierte ein fehlerhaftes Steuersignal falsch. Der Dampferzeuger schaltete sich daraufhin ein und erst wieder aus, als der FI-Schalter die Netz-Spannung abschaltete. Bis zur seiner Abschaltung lieferte der Dampferzeuger aber Dampf, der sich im Haus, das zu dieser Zeit nicht bewohnt war, ungehindert ausbreiten konnte.

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