Schaden durch Risse an einem Reaktionsbehälter aus PP innerhalb einer Chemieanlage

Risse an einem Reaktionsbehälter aus PP

In der Chemieanlage eines Halbleiterwerks wurden mehrere Reaktionsbehälter aus dem Werkstoff Polypropylen (PP) betrieben. In diesen Reaktionsbehältern liefen chemische Reaktionen ab. Den Medien, mit denen die Behälter befüllt waren, wurden bei einer permanenten Vermischung durch ein Rührwerk bestimmte Reagenzien bzw. Chemikalien zudosiert. In einen der Reaktionsbehälter wurde dafür Salzsäure hinzugegeben. Oberhalb des Mannlochs, das sich im unteren Behälterbereich befindet, bildeten sich dann bereits nach einer relativ kurzen Betriebszeit Risse. Undichtigkeiten waren die Folge.

Statische Berechnung fehlerhaft

Schließlich wurde unser Sachverständigenbüro Dr. Hövelmann & Rinsche damit beauftragt die Ursache für die entstandenen Risse festzustellen. Bei der Begutachtung stellte sich schließlich ein Fehler bei der statischen Berechnung des Behälters heraus. Das Mannloch war nämlich hierbei nicht berücksichtigt worden. Weiterhin hatte der Behälter einen zu engen Durchmesser. Deshalb kam es zu einer unzulässigen Randfaserdehnung der Behälterwand. Darüber hinaus unterschätzte man den Einfluss der Salzsäure. Diese hätte bei der statischen Berechnung des Behälters mit einfließen müssen.

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