Totalschaden an der Gummierung eines Behälters aus Stahl

Totalschaden an der Gummierung eines mit Aktivkohle befüllten Stahlbehälters

In einem mit Aktivkohle gefüllten und mit einer Gummierung beschichteten Stahlbehälter erfolgt eine Wasserbehandlung. Schon nach kurzer Betriebszeit zeigten sich jedoch Schäden an der Beschichtung in Form von langen Quer- und Längsrissen. Hinzu kamen großflächige Ablösungen der Gummierung. Unser Sachverständigenbüro Dr. Hövelmann & Rinsche wurde hier zur Ermittlung der Schadensursache eingeschaltet.

Materialien mit unterschiedlichen Ausdehnungen

Einen ersten Hinweis auf eine mögliche Schadensursache liefert die spezielle Betriebsweise des Behälters. Dieser ist nämlich einer Temperatur-Wechselbeanspruchung ausgesetzt. Denn die Aktivkohle wird regelmäßig mittels Dampf einer Desinfektion unterzogen. Weiterhin erfolgt nach der Dampfbehandlung eine rasche Abkühlung. Da sich der Ausdehnungskoeffizient von Stahl von dem der Gummierung unterscheidet, kommt es an der Grenzfläche zwischen Stahl und Gummi zu einer Beanspruchung durch Zug und Druck. Durch die sich bildenden Haarrisse vermag Dampf und/oder Wasser die Beschichtung zu hinterlaufen. Der Stahl korrodiert. Und der Kristallisationsdruck der Korrosionsprodukte unterstützt die Ablösung der Gummierung.

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