Rückstausicherung: nicht immer einsatzbereit

Rückstausicherung

Wer denkt, man wäre durch eine Rückstausicherung gegen Rückstau gesichert, kann sich durchaus irren. Oftmals werden nämlich die falschen Rückstausicherungen eingebaut. So werden zum Beispiel einfache mechanische Klappen eingebaut, obwohl Schmutzwässer mit Feststoffen (Fäkalien, Toilettenpapier) in den Rohrleitungen transportiert werden. Die Feststoffe können sich im Klappenbereich ablagern, was nahe liegt, da die Klappen zunächst ein Abflusshindernis darstellen. Im Klappenbereich abgelagerte Feststoffe köönen aber dazu führen, dass sich die Klappe nicht mehr zu 100 % schließt. Im vorliegenden Fall aber war eine Motor getriebene automatische Rückstausicherung im Einsatz.

Korrodierter Elektromotor

Dies erwies sich zwar zunächst als richtig für den gegebenen Anwendungsfall. Bei einem dann eintretenden Rückstau versagte der Rückstauschutz jedoch trotzdem. So kam es dementsprechend zu einem Überschwemmungsschaden größeren Ausmaßes. Der hinzugezogene Sachverständige von unserem Sachverständigen- und Gutachterbüro Dr. Hövelmann & Rinsche fand die Schadensursache im Elektromotor. Dessen Motorwicklung war mit der Zeit korrodiert. Es kam zu einem Kurzschluss, der die Rückstausicherung außer Betrieb setzte. Die Korrosion entstand, weil die Rückstausicherung in einem Schacht eingebaut war, in den laufend Feuchtigkeit eindringen konnte. Dies hatte folglich die Korrosion und somit den Wasserschaden ausgelöst.

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