Immer Rückstau-gefährdet: tief liegende Garagen

Tief liegende Garagen sind Rückstau-gefährdet.

Unter der Straßenoberkante liegende Garagen sind oftmals Opfer von Rückstau-Ereignissen. Unter einem „Rückstau“ ist hier ein Rückstau aus der öffentlichen Kanalisation zu verstehen. Dieser kann immer dann entstehen, wenn der öffentlichen Kanali­sation zu viel Wasser zugeführt wird. Dann ist sie nicht mehr in der Lage, dieses Wasser abzuführen. Solche Wassermengen entstehen z. B. bei starken Regenfällen. Deshalb sind in der Regel auch nur Regenwasser-führende Kanäle von Rückstau betroffen.

Wasseraustritt unterhalb der Rückstauebene

Bei einem Rückstau kann sich das Wasser in die an die öffentli­che Kanalisation angeschlossenen Anschlussleitungen der Häuser zurückdrücken. Das Wasser tritt dann in den Häusern an den denjenigen Wasserabläufen oder offenen Stellen aus, die unterhalb der so genannten „Rückstauebene“ liegen. Unter einer „Rückstauebene“ ist dabei diejenige Höhenlage zu verstehen, bis zu der Wasser im Rückstaufall ansteigen kann. Im Allgemeinen gilt die Höhenlage der Straßenoberkante als Rückstauebene. Dies deshalb, weil in der Kanalisation an­steigendes Wasser über die Straßenoberfläche abfließen kann. Das geschieht in der Regel über die gelochten Deckel der mit der Kanalisa­tion verbundenen Schächte. Aber auch über die Straßeneinläufe kann das Wasser austreten.

Flutung von tief liegenden Garagen

Aus Wasserabläufen, die unterhalb der Rückstauebene liegen, kann im Rück­staufall somit Wasser prinzipiell austreten. Unterhalb der Rückstauebene liegen auch die vor Garagentoren in der Zufahrt üblicherweise verlegten Dränrinnen. Wenn diese keinen Rückstauschutz bzw. keine Rückstausicherung haben, kann es böse Überraschungen geben. Im Extremfall können dann die Garagenzufahrt und alle Räume, die hinter dem Garagentor liegen, bis zur Höhe der Straßenoberkante, also bis zur Rückstauebene, geflutet werden.

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