Leckagen in Fernwärme-Rohrleitungen

Leckage in einer Fernwärme-Rohrleitung

Die Abwärme einer Biogasanlage wird genutzt um Warmwasser zu erzeugen. Dieses wird über ein im Erdreich verlegtes Fernwärme-Rohrnetz zu den Verbrauchern transportiert. In den Fernwärme-Rohrleitungen traten jedoch schon sehr bald Leckagen auf. Und zwar bereits wenige Wochen nach der Installation der Rohrleitungen. Die undichten Stellen an den Fernwärmeleitungen zeigten sich durch die Bildung von Wasserpfützen an der Geländeoberkante. Die Rohrleitungen wurden an den betroffenen Stellen freigelegt. So konnte man ermitteln, dass die undichten Stellen ausnahmslos an den Muffenverbindungen der Rohrleitungen entstanden waren. Zur Klärung der Schadensursache wurden die Sachverständigen und Gutachter von Dr. Hövelmann & Rinsche zu Rate gezogen.

Unverträglichkeit der Materialien

Eine erste Besichtigung ergab: Die Rohrleitungen selbst sind aus PVC und die Muffenverbindungen bestehen aus Steckmuffen. Die Undichtigkeiten waren massiv. Es kam zu erheblichen Wasseraustritten. Die Aufgabe der Begutachtung bestand nun darin, die Schadensursache der Leckagen bzw. Undichtigkeiten zu ermitteln. Hierfür analysierte unser Sachverständige die Bauabläufe und ermittelte, welche Baustoffe zum Einsatz kamen. Des Weiteren prüfte er die Materialen der Dichtungen und ob deren Dichtungswerkstoffe für die hier vorliegende Anwendung geeignet waren. Darüber hinaus waren andere mögliche Ursachen für den Schaden auszuschließen. Die Lösung des Falls war am Ende nicht überraschend. Wie es so häufig vorkommt, wurde nicht auf die gegenseitige Verträglichkeit unterschiedlicher Stoffe bzw. Werkstoffe geachtet.

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