Kanalsanierung mit schweren Mängeln

Kanalsanierung mit Mängeln führte zu Überschwemmungen

An einem städtischen Regenwasserkanal wurden schwere Mängel festgestellt. Es erfolgte eine Kanalsanierung mit einem Inliner aus PE (Polyethylen). Hiernach kam es im Regenwasserkanal zu erheblichen Problemen beim Regenwasserabfluss. Daraus resultierten heftige Überschwemmungen im gesamten Entwässerungsgebiet. Diese entstanden einerseits durch Rückstau. Andererseits entstanden sie durch anfallendes Regenwasser, das von der Kanalisation bzw. vom Regenwasserkanal nicht mehr aufgenommen werden konnte.

Fehler bei der Kanalsanierung

Eine anschließende Kamerabefahrung des Regenwasserkanals schlug fehl, da es für die Kanalkamera kein Vorwärtskommen gab. Der Regenwasserkanal wurde schließlich freigelegt und geöffnet. Hierbei stellte sich schließlich heraus, dass die Inliner-Sanierung komplett fehlgeschlagen war. Das eingezogene PE-Rohr hatte sich im Regenwasserkanal dermaßen verformt, dass nur noch etwa 5 % der Querschnittsfläche für den Regenwasserabfluss zur Verfügung stand. Die Begutachtung dieses Schadens ergab, dass bei den Sanierungsarbeiten bzw. bei der Inliner-Sanierung des Regenwasserkanals schwer wiegende Fehler gemacht worden waren. Ein großer Teil des Schadens war dabei u. a. auf die fehlerhafte Einbringung der Verdämmung zurückzuführen.

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