Feuchteschäden im Kellergeschoss: andere Ursache als zunächst gedacht

Feuchteschäden im Kellergeschoss

Das Kellergeschoss eines größeren Gebäudes wird als Arztpraxis genutzt. Hier entdeckte man im Frühjahr Feuchteschäden an den Wänden. Nun ereignete sich ein paar Monate vorher eine massive Verstopfung im Abwassersystem des Objekts. Dabei war diese Verstopfung so massiv, dass sich das Abwasser in einem auf dem Grundstück befindlichen Schacht sogar fast bis zum Schachtdeckel hinauf aufstaute. Man vermutete nun einen Zusammenhang zwischen dem Problem im Entwässerungssystem und der Feuchtigkeit an den Kellerwänden.

Kondensation verursacht Feuchteschäden

Einen solchen Zusammenhang gab es aber nicht. Weder der potenzielle Weg des Wassers war plausibel, noch entsprach das Schadensbild und die örtlichen Lagen der Schäden einer Ursache, die in der Entwässerung des Gebäudes zu suchen gewesen wäre. Die Schadensursache war vielmehr die Kondensation von Luftfeuchtigkeit. Schon allein das Schadensbild deutete darauf hin. Dieses zeigte sich nämlich durch vereinzelt auftretende Feuchtigkeitsflecken an den Wänden. Damit war eine aufsteigende Feuchtigkeit auszuschließen. Zudem befanden sich die Feuchtigkeitsflecken an Außenwänden oder an Wänden nicht gelüfteter Räume und hinter verstellten Wandbereichen. Es lag der klassische Fall der Sommerkondensation vor: die Kellerwände - zumindest die Außenwände - waren vom Winter noch kalt. Im betreffenden Frühjahr war es aber bereits sehr warm, so dass die Luftfeuchtigkeit groß war.

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