Falsche Pumpenauswahl führt zu Betriebsstörung

Falsche Pumpenauswahl führt zu Betriebsstörungen.

In einem Pumpwerk kam es regelmäßig zu Betriebsstörungen. Die eingebauten Tauchpumpen wiesen regelmäßig Verzopfungen auf. Der sich hieraus ergebende Widerstand im Laufradbereich der Pum­pen führte deswegen zu Überlastungszuständen der Elektromotoren. Diese schalteten sich daraufhin ab (die Thermoschalter lösten aus). Die Pumpe mussten dann immer demontiert, von der Verzopfung befreit und wieder montiert werden.

Eingeschränkte Funktionalität der Pumpe

Die Verzopfungen wurden verursacht durch feine Sandpartikel. Diese sind Bestandteile des Waschwassers von Gemüsebetrieben, die innerhalb des Einzugsgebietes Indirekteinleiter sind. Bei den Pumpen handelte es sich um so genannte Einkanalpumpen bzw. um ein bestimmtes Laufradsystem. Bei diesem rotiert das Laufrad der Pumpe über eine Scherwellen- bzw. Reißplatte. Feststoffe werden beim Durchgang zwischen Laufrad und Reißplatte zerfetzt. Sand ist aber abrasiv. Dadurch kommt es zu einem Ab­schleifprozess im Bereich des Laufrads. Die Wirkung der Reißplatte ist somit einschränkt. Die Folge ist eine hohe Verzopfungsanfälligkeit. Aufgrund der Begutachtung wurden die bisherigen Pumpen ersetzt gegen Pumpen mit so genannten Freistromrädern. Bei Pumpen dieser Art gibt es nun keinen nennenswerten Kontakt mehr zwischen dem Laufrad und dem zu pumpenden Medium. Seitdem ist der Betrieb des Pumpwerks störungsfrei.

<< zurück