Wenn Ackerflächen Überschwemmungen auslösen

Ackerfläche löst Überschwemmungen aus.

Die hier zu sehende Ackerfläche macht eigentlich einen ganz harmlosen Eindruck, oder? Nur ein kleiner Hügel, kein großartig ausgeprägtes Gefälle, kein Hang in dem Sinne. Und doch, solche Flächen sollte man auf keinen Fall unterschätzen. Sie können nämlich zu Wassermonstern werden, wenn be­stimmte Umstände erfüllt sind.

Es kann Oberflächenwasser entstehen

Wenn eine solche Ackerfläche noch nicht bewachsen ist und beispielsweise ein angefrosteter Boden vor­liegt, kann es zu einer Katastrophe kommen. Bei ei­nem Starkregen kann das Regenwasser nicht versi­ckern, sondern fließt oberflächlich ab. Es entsteht so genanntes "Oberflächenwasser". Wenn der Acker dann auch noch längs des Hangs gepflügt wor­den ist, ist der Weg des Wassers vorgezeichnet.

Juristische Bewertung oftmals schwierig

Überschwemmungen durch Ackerflächen.

So kann es zu massiven Überschwemmungen kommen. Befindet sich am Fuß des Hangs eine Bebauung, ha­ben die Häuser schlechte Karten gezogen. So kann das von der Ackerfläche abfließende Wasser zum Beispiel über Lichtschächte an Kellerfenster gelangen. Von dort kann es schließlich in die Häuser eindringen und diese überfluten (siehe rechtes Bild). Der damit verbundene Wasserschaden kann gewaltig sein.

Die Schäden sind teilweise immens. Erschwerend kommt hinzu, dass das Wasser die Ackerflächen ab­spülen kann und auf diese Weise jede Menge Schlamm mit heranführt. Die beiden folgenden Bilder zeigen Beispiele, bei denen Schäden im sechsstelligen Bereich entstanden sind.

Schwierig ist die juristische Bewertung im Spannungsfeld zwischen Naturkatastrophe (Starkregen / Überschwemmung), der „guten landwirtschaftlichen Praxis“, Planungsmängeln, fehlenden Rückhalteräumen oder mangelhaften Entwässerungseinrichtungen.

Ackerfläche Überschwemmungen Ackerfläche Überschwemmungen

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